Bildgebende Verfahren in der Gastroenterologie

Die meisten gastroenterologischen Krankheitsbilder lassen sich mittels manueller Untersuchung und Auswertung der Blutwerte diagnostizieren. Jedoch nicht alle Erkrankungen des Verdauungstraktes können immer eindeutig abgegrenzt werden. Die endoskopische Diagnostik ist entsprechend eine weiterführende Untersuchungsmethode, um genauere Ergebnisse zu erzielen. Aber nicht bei allen Verdachtsmomenten ist dieses Verfahren geeignet.  Hierfür müssen detaillierte bildgebende Diagnosemethoden zum Einsatz kommen.

Die Computertomographie zur gastroenterologischen Diagnostik

Bei einer Computertomographie, kurz als CT bezeichnet, werden von verschiedenen Seiten des Körpers Röntgenbilder angefertigt, die innerhalb eines Programms zusammengefügt werden und so eine dreidimensionale Abbildung erzeugen. Dadurch sind bestimmte Organe deutlicher sichtbar und Krankheiten somit auch in Anfangsstadien leichter zu erkennen.

In der Gastroenterologie können so Organe untersucht werden, ohne invasiv vorzugehen, was für den Patienten schonender ist. Außerdem gibt es Organe des Gastroenteraltraktes, die durch Endoskopie nicht problemlos zu erreichen sind. Die Leber, die Galle und die Bauchspeicheldrüse sind hier zwingend zu nennen. Leiden an diesen Körperteilen können perfekterweise durch die Computertomographie sichtbar gemacht werden. Steinleiden, Veränderungen jeglicher Art aber genauso Tumore an den genannten Organen sind ohne CT nicht feststellbar.

Diese Aspekte dürfen die Anwendungsbereiche des CT’s nicht schmälern, denn auch Magen und Darm, die mittels Magen- oder Darmspiegelung ebenso endoskopisch erreichbar sind, können gegebenenfalls einer Computertomographie bedürfen. So sind tumoröse Ausmaße nur durch das CT gesichert festzustellen.

Kontrastmittel zur gastroenterologischen Computertomographie

Körperorgane werden von einem CT auch ohne Kontrastmittelgabe sichtbar, allerdings lassen sich die einzelnen Organe nur schwer voneinander abgrenzen und Diagnosen sind nur als Vermutungen möglich. Um dies zu vermeiden, setzt der Radiologe bei der gastroenterologischen CT-Untersuchung direkt auf den Einsatz eines Kontrastmittels.

Dabei handelt es sich um eine jodhaltige Flüssigkeit, die dem Patienten vor der Untersuchung des Gastroenteraltrakts auf zweierlei Art verabreicht wird. Voraussetzung hierfür ist, dass der Patient vier Stunden vor der geplanten Untersuchung keinerlei Nahrung oder Flüssigkeit zu sich nimmt. Etwa eineinhalb Stunden vor Durchführung der Computertomographie muss der zu Untersuchende rund einen halben Liter Kontrastmittelflüssigkeit in kleinen Schlucken trinken. Nach einer Stunde muss das gesamte Kontrastmittel getrunken worden sein. Nun darf sich das Jod noch eine halbe Stunde im Körper verteilen, ehe es mit der Untersuchung los geht. Unmittelbar vor dem CT kommt noch eine intravenöse Kontrastmittelverabreichung durch den Arzt hinzu. Jetzt ist der Verdauungstrakt optimal auf die Computertomographie vorbereitet und die Organe sind gut voneinander abgegrenzt und Veränderungen deutlich sichtbar.

Alternative bildgebende Untersuchungsverfahren für den Gastroenteraltrakt

Die einzig erwähnenswerte Alternative zur Computertomographie stellt die so genannte Magnetresonanztomographie, umgangssprachlich auch als Kernspintomographie bezeichnet, dar. Dabei werden bei der Durchleuchtung des Körpers keine Röntgenstrahlen verwendet, sondern Magnetfelder ausgestrahlt, deren ausgelösten Körperreaktionen die graphische Darstellung ergeben. Dieser Verzicht auf Radioaktivität wird aktuell stark gefördert, so dass mit Banner Design vermehrt für den Einsatz des MRT geworben wird.

Auch wenn das MRT ähnlich gute Ergebnisse wie das CT erzielt und dabei vollkommen auf Kontrastmittelgabe verzichtet, ist die Computertomographie in der Gastroenterologie die gängige bildgebende Diagnosepraxis.